181216 Vermissung

Ich vermisse dich. Ich kann nicht beschreiben, wie sehr ich dich vermisse. Mir fehlt auch nicht dieses "jemand haben", du fehlst mir. Du. Deine Person. Dein Lachen. Deine Sprachmemos. Deine sinnlosen Snaps.
Ich vermisse uns. Diese Verbindung die wir hatten. Dass ich mich endlich daran gewöhnt habe, mit jemand zusammen (sogar kuschelnd) einzuschlafen und wieder aufzuwachen. Und dass genau diese Person du bist. 
Mir fehlt alles. Mir fehlt sogar deine Unzuverlässigkeit. Ich vermisse all die Kleinigkeiten, die dieses "wir" zu etwas Besonderem gemacht haben. Die kein andere verstanden hat und die auch nie jemand verstehen wird. 

Aber ich glaube, du vermisst mich nicht. 

Ich war seit langem wieder in unserer Stadt. Ich liebe diese Stadt, es ist mein Stadt - mein Zuhause. Alles hat mich an uns erinnert. Wie verdammt glücklich ich mit dir dort war. 

Ich bin jetzt wieder in deiner Stadt. Gerade ist es auch irgendwie meine. Ich dachte, dass es mal unsere Stadt werden könnte. Du bist hier eigentlich zuhause und ich könnte mich hier zuhause fühlen. Mit dir würde ich mich egal wo zuhause fühlen. Du warst mein Zuhause, mein "endlich angekommen". Ich bin auf jedes Pärchen, das ich sehe, eifersüchtig, weil ich immer dachte, dass wir beide hier in dieser Stadt genauso ein Paar sein werden. Genau so. 
Wenn ich daran denke, wie wir uns vor Monaten auch hier gedatet haben, schlägt mein Herz sofort wieder schneller. Wie aufgeregt ich war, dich zu sehen. Ich wusste nicht, wann und ob wir uns bei unserem Treffen küssen. Wie schnell mein Herz geschlagen hat, als wie in der kleinen, schwach beleuchteten Straße waren und du mich endlich wieder geküsst hast. 
Als du mich dann am Bahnhof verabschiedet hast und wir uns geküsst haben, uns garnicht loslassen wollten. So wie diese Paare, die man eigentlich immer total kitschig am Bahnhof findet und man sich eigentlich denkt: "Ach komm, ihr werdet euch doch eh bald wieder sehn. Was soll dieses ewige Verabschieden und Rumgeknutsche?" Genau so ein "Paar" waren wir da. Ich war so glücklich. 
Ich war zu diesem Zeitpunkt schon Hals über Kopf in dich verliebt, auch wenn ich es mir selber nicht eingestehen wollte. Das ist schon so lange her. 

Wie haben uns vor fast genau einem Jahr kennengelernt. Seitdem hatten wir so gut wie jeden Tag Kontakt. Seit 5 Wochen haben wir keinen Kontakt mehr und ich hab keine Ahnung davon, was du so machst und wies dir so geht. 

Ich vermisse dich so. Aber ich weiß, dass ich dir nicht schreiben darf. Ich will nicht mehr sie Schwache von uns beiden sein. Ich will nicht mehr die sein, die liebt und nicht geliebt wird. Ich will nicht mehr die sein, die vermisst und nicht vermisst wird.

061116 Meine persönliche Droge

Ich hab dich gefragt, ob du mich endlich gehen lässt. Ob du mich endlich aus diesem Traum aufwachen lässt. Du hast gesagt, du wirst mich niemals gehen lassen. Du wirst mich niemals loslassen, hast du gesagt. Wie egoistisch kann man denn bitte sein?! Jemanden, den man nicht liebt, nicht loszulassen. Jemanden immer weiter und weiter zu verletzten. Ich verstehe nicht einmal, welchen Output du daraus ziehst?

Findest du es schön, mir so weh zu tun, obwohl ich dir angeblich doch so wichtig bin?
Ziehst du daraus deine Energie, wenn du mir meine nimmst?
Findest du es geil, dich mir überlegen zu fühlen?
Macht es dir Spaß, mich jeden Tag aufs Neue zu manipulieren und mich als dein Spielzeug zu verwenden?
Ich verstehe nicht, was dir das alles bringt.

Du sagst du vermisst mich und willst mich sehn, aber nein, also dieses Wochenende klappt es nicht mehr. Du hast dir noch nie für mich Zeit genommen. Immer war ich dein scheiß "ab-21-Uhr-Date". Ich hätte am liebsten keine einzige Sekunde ohne dich verbracht, du warst der Mittelpunkt meines Lebens. Und was war ich für dich? Keine Ahnung. Ich weiß es bis heute nicht, was ich für dich war oder bin.

Aber jetzt hältst du mir vor, dass ich gegangen bin. Ich bin gegangen. Ja. Das stimmt. Ich weiß auch nicht, wie ich bleiben hätte sollen. Ich konnte und kann mit der Art, wie du zu mir bist nicht umgehen. Ich kann mir wirklich niemanden vorstellen, der damit umgehen kann. Immer dieses auf und ab. Im einen Moment high von all den Glücksgefühlen und im nächsten schon wieder so down, weil du dich wieder nicht gemeldet hast, weil du wieder keine Zeit hattest, weil du dich wieder nicht für mein Leben interessiert hast, weil du wieder abgesagt hast oder irgend ein Versprechen gebrochen hast.

Du bist einfach meine ganz persönliche Droge. Ich bin abhängig. Ich bin süchtig. Ich will high sein, doch diese Sekunden des Rausches sind gar nichts wert, im Vergleich zu den tausenden Stunden, in denen es mir so scheiße geht - und ich will trotzdem high sein. Benebelt von diesem Gefühl, dass nur du mir geben kannst.


051116 "Ich meld mich morgen mal"

"Ich meld mich morgen mal" hast du geschrieben und mir damit wieder Hoffnung gemacht, dass wir uns endlich wieder sehen. Wir haben uns schon so lange nicht mehr gesehen. Seit zwei Monaten. Und trotzdem können wir beide nicht loslassen. Ich kann es mit Sicherheit noch weniger als du, aber du kannst es auch nicht.

Wir sind auch seit zwei Monaten nicht mehr in der selben Stadt, ich bin weggegangen. Aber ich bin jetzt in deiner Heimatstadt, das heißt: Wenn wir es wollen, können wir uns sehen. Du bist natürlich nicht so oft hier, aber ab und zu eben schon. 
Du weißt, ich bin immer hier, ich wohne jetzt hier. Ich weiß nie wann du hier bist - du erzählst mir nichts. Du erzählst mir nichts, was in deinem Leben passiert oder was du machst. Deshalb weiß ich nie, ob du auch hier bist oder ob du 125km weit weg bist. Egal wie weit du weg bist - ich vermisse dich. 

Wir sind jetzt seit einer Woche in der gleichen Stadt, du bist hier. Und ich wusste es natürlich nicht. 

Im einen Moment höre ich von dir nur "Wann sehn wir uns?", "Ich will, dass du mich besuchst!", "Ich vermisse dich auch"... Doch dann sind wir wieder am gleichen Ort und ich weiß es nicht mal. Und du sagst es mir auch nicht. Und wenn ich dich frage, wann du wieder hier bist, ignorierst du diese Frage. 

Und dann fragst du, was ich mache, ob ich hier sei und du würdest dich dann melden. "Ich meld mich morgen mal." 
Du hast dich nicht gemeldet. Natürlich nicht. Wie hätt es auch anders sein sollen. 

Die verrücksten Sachen hab ich mir ausgemalt. Nachrichten wie: "Ich steh schon an deiner U-Bahn-Station, kann ich zu dir kommen?" Aber natürlich kam sowas nicht. Es kam garnichts. Und wieder hast du mich enttäuscht. Und ich war wieder so dumm und hab gedacht, du würdest es nicht tun. 

Ob du das mit anderen Leuten auch so machst? Ich weiß es nicht. Aber ich denke, du machst das nur bei mir so. Weil du ganz genau weißt, dass egal wie sehr du mich verletzt, ich trotzdem da sein werde. Weil ich nicht von dir loskomme. Weil du mich nicht loskommen lässt. 

Warum spielt man so mit den Gefühlen von jemandem? Wieso macht man so etwas? 
Das ist einfach so unfasslich unfair und egoistisch von dir. 



041116 Schreiben hilft

Ich habe keine Ahnung, ob Schreiben wirklich hilft. Einer Freundin rettet es das Leben. Ich denke, ich probiere es auch mal mit dem Schreiben.
Ich meine, niemand wird das hier je lesen, weshalb auch? Ich muss mir einfach nur meinen Kummer und all meine Gefühle von der Seele schreiben.

Ich bin nicht mal gut im Schreiben. Ich baue gerne ein ie und ein h in Wörter, in die kein ie und kein h gehört. Dann bin ich aber der festen Überzeugung, dass das genau so stimmt. Außerdem schreibe ich manchmal Wörter in meinem Dialekt, weil ich einfach nicht weiß, wie man dieses Wörter auf Hochdeutsch ausdrücken soll oder aber, weil ich denke, dass dieses Wörter ganz normales Hochdeutsch sind und jeder diese Wörter verwendet. Auch mit der Groß- und Kleinschreibung bin ich mir manchmal nicht so sicher. Schreiben ist eigentlich so gar nicht nicht mein Ding.

Aber ich denke und denke und denke. Diese Gedanken kann ich weder meiner Mam, noch meiner Besten Freundin und schon gleich drei mal nicht dir mitteilen. So viele Worte, die Sätze bilden. Sätze und Fragen. Vor allem Fragen. Fragen an dich. Doch ich weiß, dass du mir all meine Fragen niemals beantworten wirst.
Die einzige Antwort die ich von dir immer bekommen habe und bekommen werde ist "Ich weiß es nicht". Und auch diese Antwort kriege ich nur im direkten Gespräch, denn in WhatsApp ist es ganz normal, dass du mir einfach gar nicht antwortest. Die Fragen ignorierst, sie überspringst und so tust als wär nichts.

Ich weiß es nicht - Ich weiß es nicht ist scheiße. So richtig scheiße.


Ich hoffe, mir hilft das Schreiben. Ich will endlich anfangen dich nicht mehr zu lieben.
Und jedes Mal wenn ich dich wieder vermisse und in meinem Kopf der Gedanke spukt, dass du mich ja auch lieben könntest, sollte ich schreiben, dass es nicht so ist. Denn auch wenn deine Antwort immer "Ich weiß es nicht" - die "Liebst du mich?"-Frage ist eine Ja- oder Nein- Frage. Und "ich weiß es nicht" ist eindeutig kein Ja.

Nur mein Herz checkt das leider einfach nicht. Herz über Kopf - so ist das hald, wenn man wirklich liebt.