061116 Meine persönliche Droge

Ich hab dich gefragt, ob du mich endlich gehen lässt. Ob du mich endlich aus diesem Traum aufwachen lässt. Du hast gesagt, du wirst mich niemals gehen lassen. Du wirst mich niemals loslassen, hast du gesagt. Wie egoistisch kann man denn bitte sein?! Jemanden, den man nicht liebt, nicht loszulassen. Jemanden immer weiter und weiter zu verletzten. Ich verstehe nicht einmal, welchen Output du daraus ziehst?

Findest du es schön, mir so weh zu tun, obwohl ich dir angeblich doch so wichtig bin?
Ziehst du daraus deine Energie, wenn du mir meine nimmst?
Findest du es geil, dich mir überlegen zu fühlen?
Macht es dir Spaß, mich jeden Tag aufs Neue zu manipulieren und mich als dein Spielzeug zu verwenden?
Ich verstehe nicht, was dir das alles bringt.

Du sagst du vermisst mich und willst mich sehn, aber nein, also dieses Wochenende klappt es nicht mehr. Du hast dir noch nie für mich Zeit genommen. Immer war ich dein scheiß "ab-21-Uhr-Date". Ich hätte am liebsten keine einzige Sekunde ohne dich verbracht, du warst der Mittelpunkt meines Lebens. Und was war ich für dich? Keine Ahnung. Ich weiß es bis heute nicht, was ich für dich war oder bin.

Aber jetzt hältst du mir vor, dass ich gegangen bin. Ich bin gegangen. Ja. Das stimmt. Ich weiß auch nicht, wie ich bleiben hätte sollen. Ich konnte und kann mit der Art, wie du zu mir bist nicht umgehen. Ich kann mir wirklich niemanden vorstellen, der damit umgehen kann. Immer dieses auf und ab. Im einen Moment high von all den Glücksgefühlen und im nächsten schon wieder so down, weil du dich wieder nicht gemeldet hast, weil du wieder keine Zeit hattest, weil du dich wieder nicht für mein Leben interessiert hast, weil du wieder abgesagt hast oder irgend ein Versprechen gebrochen hast.

Du bist einfach meine ganz persönliche Droge. Ich bin abhängig. Ich bin süchtig. Ich will high sein, doch diese Sekunden des Rausches sind gar nichts wert, im Vergleich zu den tausenden Stunden, in denen es mir so scheiße geht - und ich will trotzdem high sein. Benebelt von diesem Gefühl, dass nur du mir geben kannst.


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